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Freitagsgebets

Bericht über das Freitagsgebet vom 22.04.2022

Das Freitagsgebet dieser Woche wurde in Anwesenheit vieler fastender Gläubiger von Scheich Mahmoud Khalilzadeh abgehalten. Laut der Abteilung für Nachrichten und Medien des Zentrum für Islamische Kultur, setzte der Imam und Leiter des ZIK in der ersten Predigt die vergangenen Diskurse über die Bedeutung der Gotteserkenntnis und den Stellenwert dieses Wissens im menschlichen Leben fort und sagte:

„Da die Gotteserkenntnis einen direkten Einfluss auf das individuelle und soziale Leben des Menschen hat, ist sie von besonderer Bedeutung, weil der Gott erkennende Mensch den Zweck seiner Schöpfung versteht und daher einen göttlichen Lebensweg haben wird. Das heißt, die Gotteserkenntnis wird in allen Aspekten des persönlichen Lebens einer Person, ihre Entscheidungen, Absichten und auch ihre Motivationen beeinflussen.“

Scheich Khalilzadeh wies darauf hin, dass die menschliche Liebe oder der Hass von der Intensität und Schwäche der menschlichen Erkenntnis abhänge. Hierzu erklärte er, dass „Je mehr wir über etwas wissen, desto mehr wird unsere Liebe oder unser Hass dafür sein. Dasselbe gilt für Gott. Es liegt in der Natur des Menschen, immer das Beste zu suchen, um sich selbst wertvoller zu machen. Daher und in Übereinstimmung mit dieser menschlichen Eigenschaft, ist es für den Menschen notwendig, Gott als die Quelle aller existierenden Wahrheiten zu kennen und sein Wissen über Ihn in jedem Moment zu erweitern.“

Weiter sagte der Imam des ZIK: „ Gotteserkenntnis ist, wie bereits in der Vergangenheit gesagt wurde, dem Menschen innewohnend und ein Grundwissen, das den Geist der Gotteserkenntnis im Menschen beleben kann, aber mit diesem Wissen kann der Mensch nicht zu angemessenen Antworten auf die Grundfragen des Monotheismus zu menschlichem Wachstum und Exzellenz kommen.“

Scheich Mohammad Khalilzadeh betrachtete in einem anderen Teil der ersten Predigt Theologie als menschliche Fähigkeit, die Wahrheit Gottes zu verstehen und fügte hinzu: „Gotteserkenntnis bedeutet, dass der Mensch zu einem Verständnis der Wahrheit Gottes gelangen kann, das ihn als Schöpfer betrachtet. In den Versen 20 und 21 der Sure Zariyat lesen wir: ‚Und auf der Erde gibt es Zeichen für die Überzeugten und (auch) in euch selbst. Seht ihr denn nicht?’ Aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum materiellen Körper, beginnt sich die menschliche Seele zu bewegen und findet durch Emotionen eine Verbindung mit der Außenwelt, und aus den wahrnehmbaren Phänomenen und dem Offensichtlichen erfährt sie allgemeine Theorien und als Ergebnis steigt die Kraft des Denkens und Verstehens. Ich erinnere mich an den berühmten Hadith des Amir al-Mu’minin (as.), der sagte: ‚Jeder, der sich selbst kennt, wird sicherlich seinen Gott kennen.’

In einem anderen Teil dieser Predigt hielt er den Erwerb moralischer Tugenden im Schatten der Anerkennung des Monotheismus für möglich und führte Werte wie Gerechtigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Zusammenleben in direktem Zusammenhang mit theologischen Fragestellungen ein und fügte hinzu: „Im Licht des richtigen Religionsverständnisses erfährt der Mensch Werte, aufgrund derer er gute Taten und göttlichen Lohn sucht, und im Schatten der Gotteserkenntnis findet er die Kraft, Härten und Katastrophen zu ertragen. Der Mensch kann keine moralischen Vorzüge erlangen, ohne Gott zu kennen.

Nach dem Gesagten gehören die mit der Gotteserkenntnis verbundenen Themen zu den wichtigsten Fragen und grundlegendsten Themen in der Festigung der Glaubensgrundlagen des Menschen und für sie gibt es einen besonderen Vorzug und eine besondere Stellung unter anderen Kenntnissen.“

In der zweiten Predigt betrachtete der Imam und Direktor des ZIK, nachdem er sich selbst und anderen Gläubigen geraten hatte, die göttliche Frömmigkeit zu befolgen, das Fasten zur Stärkung der Selbstbeherrschung und als großartige Gelegenheit für die Selbstverbesserung.

Auch wies er auf die Nacht der Bestimmungen im heiligen Monat Ramadan hin: „ Nach authentischen religiösen Dokumenten wird eine der Nächte des heiligen Monats die Nacht der Bestimmung genannt. Es heißt, dass die Größe und der Umfang der Existenz von allem “Qadr” (Maß/ Bestimmung) genannt wird. Aus Sicht der göttlichen Weisheit hat im System der Schöpfung alles ein bestimmtes Maß und nichts ist unberechnet. Das Universum ist berechnet und nach einer mathematischen Ordnung organisiert und in diesem System der Existenz sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbunden.“

Er fügte hinzu: “Die Nacht der Bestimmung ist eine Nacht, in der die jährliche Bestimmung der Menschen unter Berücksichtigung ihrer Achtung, Entschlossenheit, Autorität und Fähigkeiten festgelegt wird. In dieser Nacht, die die Nacht der einmaligen Offenbarung des Korans in das gesegnete Herz des Propheten (saas.) ist, werden die guten und schlechten Taten der Menschen, wie Geburt, Tod, Versorgung, Hajj, Gehorsam, Sünde und jedes sonstige Ereignis des künftigen Jahres bestimmt. Der Gottesdienst in dieser Nacht hat zahlreiche Vorzüge und das Nutzen davon ist für das einjährige Schicksal des Menschen sehr gewichtig. In dieser Nacht werden alle Ereignisse des nächsten Jahres auch dem Imam der Zeit (aj.) präsentiert und er wird über sein eigenes Schicksal und das der anderen informiert. Der Heilige Koran sagt uns über diese Nacht: ‚Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate.‘ Und im 44. Gebet der Sahifa Sajjadiah lesen wir: ‚Der Vorzug von einer Nacht des Ramadan, ist besser als die Nächte von tausend Monaten. Die Nacht, die Gott die Nacht des Schicksals genannt hat.’

Deshalb ist die Nacht der Bestimmung der Höhepunkt der Spiritualität und Gottesdienst im heiligen Monat Ramadan. Imam Kazim (as.) sagte diesbezüglich: ‚Eine Person, die in der Nacht der Bestimmung die Vollkörperwaschung macht und bis zum Morgengrauen wach bleibt und sich mit Gottesdienst beschäftigt, wird von seinen Sünden gereinigt.‘ In dieser großartigen Nacht, in der der heilige Koran offenbart wurde, um die Menschen zu führen und die Engel auf die Erde herabsteigen, um Friedensgrüße zu senden, ist es nicht angemessen, dass eine gläubige und fastende Person diese Nacht vernachlässigt und sich der Gemeinschaft mit ihnen entzieht. Er sollte diese Nacht wach bleiben und zu Gott beten.“

In einem anderen Teil der zweiten Predigt, kondolierte er zum Jahrestag des Martyriums von Imam Ali (as.) und erklärte die Umstände dazu: „Die Geschichte seines Martyriums wird so erzählt, dass sich nach der Schlacht von Nahrawan und der Niederschlagung der Khawarij einige von ihnen, wie Ibn Muljam Muradi, Ibn Abdullah Tamimiyyah und Umar ibn Bakr Tamimiyyah, sich in einer Nacht versammelten, um diesen Tag und ihre Niederlagen zu reflektieren. Am Ende des Treffens kamen sie zu dem Schluss, dass Imam Ali (as.), Mu’awiyah und Amr al-As’a ausgelöscht werden mussten. Dann schlossen sie einen Pakt, dass sich jeder von ihnen verpflichten würde, einen dieser drei zu töten und Ibn Muljam verpflichtete sich, Imam Ali (as.) zu töten.

Die Geschichte berichtet, dass Ibn Muljam Moradi, der die unwissendste Person war, sich dem Imam, in der Dunkelheit des Denkens und weit entfernt von menschlichen Vorzügen, nach dem Gebet des Imams, näherte und sein giftiges Schwert auf den Scheitel dieses Imams schlug; Ein Schlag, der die Religion der Existenz Alis (as.) beraubte. Er ließ die Menschheit um eine hohe Führung trauern und machte die Gerechtigkeit führerlos.“

Scheich Mahmood Khalilzadeh verwies im letzten Teil der zweiten Predigt auf die Tragödien der vergangenen Woche und sagte: „Mit großem Bedauern haben wir letzte Woche eine Explosion in zwei Bildungszentren in Afghanistan erlebt und bei diesem schmerzlichen Vorfall erlangten mehrere Kinder und Jugendliche den Märtyrertod, sowie eine Reihe von Gläubigen in der Al-Aqsa-Moschee und in anderen Teilen der Welt. Wir verurteilen im Mitgefühl mit den Familien der Märtyrer solche unmenschlichen Taten.“

Im Namen des ZIK sprechen wir den Opfern und den Familien der Märtyrer dieser tragischen Ereignisse unser Beileid und unser Mitgefühl aus. Wir verurteilen solche terroristischen und unmenschlichen Taten im Namen der Menschenwürde und im N

amen des Islam und hoffen, dass die Welt Tage erleben wird, an denen die Wurzeln aller Arten von Unterdrückung und Terrorismus beseitigt werden und die Flagge des Friedens, der Spiritualität und der Menschlichkeit im Licht der göttlichen Lehren gehisst wird. Mit der Hoffnung, dass die Korruption unter allen Menschen aussterbe beendete Scheich Khalilzadeh die Freitagsansprache.

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